Fango - Schlammbad als Wellness-Trend?

Fango ist ein Wellness-Trend, mit dem ein Schlammbad zur schönsten Sache der Welt wird. Doch was ist das Besondere an einer Fango-Kur, dass die Menschen sich im warmen braunen Schlamm so wohl fühlen?

Fango, ein Schlammbad als Wellness-Trend?
© PhotoDisc Volumes Health and Beauty
Fango, Wellness von den Legionären Roms bis zur Beautyfarm
Von Fangokuren und -anwendungen haben schon viele von Ihnen gehört. Doch in den Genuss dieses Wellness-Erlebnisses sind eher Wenige gekommen. Warum Fangokuren ein außergewöhnlicher Wellness-Trend sind und schon die Römer die Heilerde für das körperliche Wohlbefinden genutzt haben, erfahren Sie von uns.

Fangokuren waren schon zu Zeiten der Römer eine beliebte Methode die Gesundheit des Körpers zu erhalten. Damals nutzten die römischen Legionäre den geruchlosen Schlamm, um sich von ihren Verletzungen zu erholen. Heutzutage gehört Fango zu jedem guten Wellness-Programm dazu. Die gesundheitsfördernde Wirkung von Fango-Anwendungen ist ärztlich belegt. Es ist erstaunlich wie vielseitig diese sind. Von den klassischen Gelenkerkrankungen, Rückenschmerzen oder Sehnenscheidenentzündungen bis zu Hautproblemen wie Neurodermitis, Akne oder Schuppenflechte wirkt Fango Beschwerde lindernd.

Anwendung
Je nach Problem wird Fango als Packung, Umschlag oder Bad empfohlen und kann kalt oder heiß seine Wirkung entfachen. Der kalte Fangoschlamm kommt als Creme, Gel oder Kompresse zumeist bei Prellungen oder Muskelzerrungen zur Anwendung. Er hat eine gefäßverengende, schmerzstillende Wirkung. Bekannter ist die heiße Anwendung als Fangopackung, die in Kombination mit einer Bewegungstherapie oder Massage besonders gut wirkt. Bei einer solchen wird der Fango auf ca. 50 Grad erhitzt und bis zu 3 cm dick auf die entsprechenden Körperstellen aufgetragen. Anschließende wird der Körper zur Wärmespeicherung mit Folie und Leinentüchern oder Wolldecken eingewickelt. Eine solche Anwendung dauert im Schnitt 20 - 40 Min. So hat der Fango genug Zeit, mit seiner Wärme bis in die tiefer liegenden Hautschichten einzudringen und hier seine positive Wirkung zu entfachen.

Wirkung
Schweißtreibend und doch wohltuend ist diese Prozedur. Es kommt zu einer Gefäßerweiterung und Anregung des Blutkreislaufs. So können die Inhaltsstoffe des Fangos besser vom Körper aufgenommen werden. Während die Algen die Produktion schmerzstillender Substanzen (Endorphine) aktivieren, bringen die Mineralsalze den Säurehaushalt der Haut wieder ins Lot. Dieses Wohlfühlpaket ist aber nicht für jeden geeignet. Für Menschen mit Bluthochdruck, Entzündungen, Herz- oder Venenerkrankungen ist Fango ein Gesundheitsrisiko. Auch bei einer Schwangerschaft ist von einer Fangokur abzuraten.







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